Es gibt drei Auto-Versicherungsklassen: die Typ-, Schadenfreiheits- und Regionalklasse. Die Typklasse eines Fahrzeugs bezieht sich auf das jeweilige Fahrzeugmodell. Grundlage für die Einstufung in eine teurere oder günstigere Typklasse ist dabei eine jährliche Statistik, in der erfasst wird, wie teuer die Schäden beim jeweiligen Modell im Rahmen von Unfällen waren. Je öfter ein bestimmtes Fahrzeugmodell in einem Jahr an Unfällen beteiligt war und je höher die Kosten der Schäden ausgefallen sind, umso teurer wird die Typklasse des Fahrzeugs. Die Typklasse ist diejenige Auto-Versicherungsklasse, bei der der Autobesitzer schon im Vorfeld eines Autokaufs Einfluss auf die Höhe seines Versicherungsbeitrags nehmen kann, indem er sich vor dem Kauf eines Autos über die verschiedenen Modelle und ihre Typklassen informiert und sich für ein Fahrzeug mit niedriger Typklasse entscheidet. Dabei ist zu beachten, dass die Statistiken jährlich erneuert werden und sich die Typklasse eines Modells ändern können.
Die bekannteste aller Auto-Versicherungsklassen ist die Schadenfreiheitsklasse, in die man entsprechend der mit einem auf sich selbst als Halter zugelassenen Fahrzeugs unfallfrei gefahrenen Jahre eingestuft wird. Pro unfallfrei gefahrenem Kalenderjahr sinkt der Beitrag zur Versicherung. Da die Einstufung in der Schadenfreiheitsklasse in Prozent einer Eingangseinstufung angegeben wird, ist diese Versicherungsklasse auch als "Prozente" bekannt. Die niedrigste Einstufung wird nach dreißig unfallfrei gefahrenen Jahren erreicht, es ist allerdings auch möglich, durch häufige Unfälle eine Einstufung über hundert Prozent zu erreichen. Als letzte Versicherungsklasse gibt es die fahrzeugunabhängige Regionalklasse. Hierbei wird für jeden Zulassungsbezirk jährlich anhand von bestimmten Indexwerten eine die vorangegangenen fünf Jahre umfassende Einstufung der Fahrzeuge in diesem Kfz-Geltungsbereich vorgenommen. In der Statistik werden die Anzahl und Kosten von Fahrzeugschäden in dem jeweiligen Bezirk erfasst, wobei naturgemäß die Einstufung von ländlichen Gebieten mit anteilig weniger Verkehr günstiger ist als die Einstufung von Ballungszentren mit anteilig mehr Verkehr.
Gepostet am 22. Juni 2010